Deutsch-Amerikanische Konferenz an der Harvard Kennedy School

Veröffentlicht auf 10. November 2019

Letztes Wochenende sind Laurent und ich nach Boston gefahren. Mehr oder weniger. Ich war tatsächlich nur in Cambridge und habe es gar nicht bis nach Boston geschafft. Ich war nämlich auf der Deutsch-Amerikanischen Konferenz an der Harvard Kennedy School. Aber dazu mehr später.

Erst einmal zu unserer Reise dorthin: Das letzte Mal vor zwei Jahren, als ich mit der Anja nach Boston gefahren bin, wurde uns an der Grenze mitgeteilt, dass unser ESTA nicht für die Einreise über Land gilt und dass wir nochmal zahlen müssen. Es sind nur 7 $ aber trotzdem. Also habe ich dieses Mal beschlossen, dass ich nicht doppelt zahle und mir also kein ESTA (elektronische Reiseerlaubnis) hole, um in die USA einzureisen. An der Grenze wurde ich dann mit Unglauben empfangen. Wie, ich habe kein ESTA? Brauchte ich tatsächlich nicht, aber hätte ich es gehabt, wäre es wohl etwas schneller gegangen und ich hätte nicht alles mögliche per Hand ausfüllen müssen. Und ich hätte keinen Zettel in meinen Reisepass getackert bekommen. Tja, das nächste Mal weiß ich es dann.

Wir haben etwas außerhalb von Boston in einem Airbnb übernachtet und sind von dort mit dem Bus und der U-Bahn nach Cambridge und Boston gefahren. Wir sind bereits am Donnerstag angereist, also an Halloween. Abends waren wir in Cambridge in der Nähe vom Harvard-Campus essen und sind noch ein bisschen rumgelaufen. Als wir dann unseren Bus zurück nehmen wollten, mussten wir feststellen, dass dort, wo wir auf der Herfahrt ausgestiegen waren, gar keine Rückfahrt-Haltestelle ist. Stattdessen ist die Haltestelle unterirdisch! Bei der Metro... Bis wir da dahinter gekommen waren, war unser Bus natürlich weg und wir mussten eine halbe Stunde auf den nächsten warten.

Am nächsten Morgen ging meine Konferenz los. Es war diesmal keine Chemie-Konferenz, sondern es ging hauptsächlich um Politik. Und zwar um alle möglichen Themen, z.B. künstliche Intelligenz, Frauen in Führungspositionen, Postkolonialismus, Transatlantische Beziehungen, Energiewende, Klimawandel, Start-Ups,... Es waren auch einige bekannte Namen da, wie zum Beispiel Steinmeier, Merz und Steinbrück. Es war ziemlich interessant - und ziemlich anders, als das, was ich sonst so von Konferenzen gewohnt bin. Weniger harte Fakten (wie konkrete Zahlen, Graphen, Messreihen,...) und mehr generelle Trends und Meinungen und Ideen. Keine Vorträge mit Powerpoints sondern Reden und Diskussionsrunden. Und weniger Naturwissenschaftler, dafür aber Politikwissenschaftler und Soziologen und Betriebswirtschaftler, usw.

Am Samstagabend fand dann eine Gala in Naturgeschichtsmuseum der Harvard-Universität statt. Da wurde also zwischen lauter toten Tieren Wein getrunken und sich mit lauter wichtigen Leuten unterhalten. Unter anderem bin ich in einer Gesprächsrunde mit einem bestimmt sehr wichtigen Herrn aus dem deutschen Verteidigungministerium gelandet. Danach mit einem Typen von der deutschen Bank. Letztendlich bin ich denen dann entflohen und mit einer österreichischen Politikwissenschaftlerin durch das Museum gelaufen - und habe ihr einen Crashkurs in Naturgeschichte gegeben (und ich versteh ja schon wenig davon....).

Laurent hat in der Zwischenzeit, die ich auf der Konferenz verbracht habe, Cambridge und Boston besichtigt. Ein paar alte Schiffe, den MIT Campus, und natürlich den Freedom Trail in Boston. Immerhin wurde hier ja die Unabhängigkeit erklärt.

Da ich leider keine Bilder von der Konferenz selbst (oder Cambridge) gemacht habe, kommen hier wenigstens ein paar tote Tiere.

 

Deutsch-Amerikanische Konferenz an der Harvard Kennedy School
Deutsch-Amerikanische Konferenz an der Harvard Kennedy School
Deutsch-Amerikanische Konferenz an der Harvard Kennedy School
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Deutsch-Amerikanische Konferenz an der Harvard Kennedy School

Geschrieben von Mira

Veröffentlicht in #Canada

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