Fahrradtour in Montréal

Veröffentlicht auf 9. Juni 2019

Der Sommer ist endlich auch in Montréal angekommen. Es ist zwar fraglich, wie lange das so bleibt (nächste Woche ist schon wieder Regen und 16 °C angekündigt), aber heute war es richtig heiß und sonnig. Meine Mitbewohnerin und ich haben also beschlossen, eine Fahrradtour zu unternehmen. Problem dabei: Wir haben keine Fahrräder. Also haben wir beschlossen, das Montréaler Leihfahrrad-System bixi zu verwenden. Problem dabei: Man darf immer nur 30 Minuten mit dem Fahrrad unterwegs sein, damit es nicht unglaublich teuer wird. Auch mit einem Tagesticket, das einem zwar unbegrenzte Fahrten, aber eben nur jeweils 30Minuten lang ermöglicht.

Es gibt theoretisch super viele dieser Stationen, sodass es kein Problem sein sollte, sich von Station zu Station zu hangeln. Allerdings liegen die natürlich nicht immer direkt auf der Route und wenn man sich nicht super gut auskennt - oder dann einfach Straßen wegen irgendwelcher Demos gesperrt sind, kann es schon mal passieren, dass man leider etwas überzieht und dann hektisch nach der nächsten Fahrradstation sucht. Es war aber trotz dieser Schwierigkeiten (vor allem am Anfang), ein sehr schöner Ausflug.

Unterwegs haben wir in Chinatown Halt gemacht und ich habe das erste Mal einen "Bubble-Tea" getrunken. Für alle, die nicht so genau wissen, was das ist, ich würde es wie folgt beschreiben: Ein bappsüßer Tee mit Sirup und schwarzen Kugeln aus Tapioka, die nach kaum etwas schmecken und eine sehr schleimige, gummiartige Konsistenz haben. Es war...interessant. Ich habe es allerdings nicht über mich gebracht, alle Kugeln zu essen, und brauche das Ganze auch nicht so schnell wieder.

Außerdem sind wir an einer traditionellen Aufführung zu Ehren der verstorbenen Vorfahren vorbeigekommen. Ein paar Eindrücke davon könnt ihr in den Bildern sehen.

Fahrradtour in Montréal
Fahrradtour in Montréal
Fahrradtour in Montréal

Anschließend sind wir noch am Lachine-Kanal entlang gefahren bis zu einem Markt. Dort haben wir dann zu Mittag gegessen und frisches Obst eingekauft. Zurück haben wir allerdings die Metro genommen, weil es doch ein bisschen nervenaufreibend war, von Fahrrad-Station zu Fahrrad-Station zu fahren und immer die Zeit im Nacken zu haben (und noch dazu den Weg nicht genau zu kennen). Außerdem wäre der Rückweg auch deutlich mehr bergauf gegangen...

Geschrieben von Mira

Veröffentlicht in #Canada

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