Mont Saint-Bruno

Veröffentlicht auf 30. Oktober 2015

Vor einiger Zeit war ich mit ein paar meiner Mitbewohner wandern. Wir haben ein Auto gemietet, sind zu einem kleinen Berg gefahren und ein bisschen rumgelaufen und auf einen Tee eingekehrt. Soweit so gut.

ABER: Erst mal haben wir erst um halb zwei nachmittags beschlossen, dass wir tatsächlich wandern gehen wollen. Bis dann endlich alle beisammen und fertig waren, hat das gedauert. Es folgte dann eine Diskussion, ob alle losziehen sollen, um das Auto abzuholen, oder nur einer und der uns dann zuhause abholt. Schlechte Kommunikation hat ein neues Niveau erreicht, das kann ich euch verraten. Nachdem dann endlich alle alles hatten (oh, ich könnte ja noch das holen - und ach, da fällt mir ein, ich hab meine Mütze vergessen - während die andern weg sind, kann ich ja noch schnell aufs Klo und Zähneputzen.... AHHH!!!) sind wir also alle zusammen zur Metro - wo unserem Fahrer dann aufgefallen ist, dass er seinen Geldbeutel nicht dabei hatte, woraufhin er nochmal zurück musste.

Irgendwann sind wir dann doch bei dem Autoverleih angekommen. Ein paar sind dann wiederum losgezogen, um Reiseproviant zu kaufen. Und zwar so viel, dass man meinen könnte, die wollten eine ganztägige Wanderung mit großem Picknick machen, statt um inzwischen 15 Uhr zu einem nahegelegenen Hügel zu fahren, um dort ein bisschen bei nur knapp über 0 °C spazieren zu gehen. Als sie dann endlich von ihrem Einkaufsbummel zurück waren, stellte sich heraus: Unser lieber Gastgeber und Fahrer Kevin hat beschlossen, dass ein 7-Sitze-Auto auch für 8 Leute reichen muss...

Der Mont Saint-Bruno an sich war dann allerdings ganz schön. Nicht so bunt wie erhofft und auch nicht sonderlich hoch, allerdings hat stetiges auf und ab für doch recht steile Wege gesorgt. Außerdem gab es noch zwei sehr schöne Seen und ein kleines Teehaus. Die hatten zwar schon seit knapp zwei Stunden geschlossen, aber da sie noch nicht mit Aufräumen fertig waren, durften wir reinkommen, um uns aufzuwärmen - und wir haben sogar die Reste von einer Teeverkostung umsonst bekommen.

Danach ging es dann weiter - und wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, ging die Sonne langsam unter und es wurde langsam dunkel und noch kälter (und ich hätte vielleicht mal die Toilette des Teehauses besuchen sollen...). Kevin hat uns dann auf "Abkürzungen" quer durchs Gestrüpp mithilfe von der Navigation seines Handys zurück zum Auto geführt. Das wäre an sich ziemlich witzig gewesen wenn er:

1. Nicht mitten durch naturgeschütztes Gebiet gestapft wäre

2. Einen passenderen Weg für meine Mitbewohnerin Jana, die noch immer einen gebrochenen Zeh hat, gewählt hätte

3. Dann wenigstens Rücksicht genommen und ab und an mal gewartet hätte

4. Nicht so verdammt beratungsresistent wäre...

Und natürlich, wenn es nicht schon dunkel gewesen wäre...

Nun, letzten Endes sind wir alle wohlbehalten wieder beim Auto angekommen, hatten einiges an frischer Luft abbekommen und sind wenigstens für einen halben Nachmittag aus Montréal raus gekommen.

Hier kommen jetzt noch ein paar Eindrücke von dort (natürlich alle entstanden, bevor es dunkel geworden ist...)

Mont Saint-Bruno
Mont Saint-Bruno
Mont Saint-Bruno
Mont Saint-Bruno

Geschrieben von Mira

Veröffentlicht in #Canada

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